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Legislaturplanung: Gemeinderat beschliesst Ziele und Massnahmen für 2010 - 2013

27.8.2010 - „Köniz geht vorwärts“ – unter dieses Motto stellt der Gemeinderat die Legislaturplanung 2010 – 2013. Köniz soll den Schwung der letzten Jahre ausnutzen und als innovative, eigenständige und unverwechselbare Gemeinde weiterentwickelt werden.

Der Gemeinderat von Köniz hat mit der Legislaturplanung 2010 – 2013 die politischen Schwerpunkte und Ziele der kommenden Jahre festgelegt. In zehn Themenfeldern werden 23 Ziele und 47 Massnahmen aufgelistet. Indikatoren machen die Ziele und Massnahmen messbar. Eine wichtige Grundlage bei der Erarbeitung der Legislaturplanung waren die Leitsätze des neuen Leitbildes. Im Leitbild und der Legislaturplanung legt der Gemeinderat grosses Gewicht auf die nachhaltige Entwicklung. Die Legislaturplanung wird dem Parlament zur Kenntnis gebracht.

Wohnen

Mittels Neubauten, Verdichtungen und Aufwertungen von Siedlungsgebieten soll in Köniz weiterhin neuer Wohnraum entstehen. Angestrebt wird ein moderates Bevölkerungswachstum. Ein Anliegen ist dem Gemeinderat die Stärkung der Grundversorgung in den Ortsteilen und Quartieren. Der Ausbau von Breitband-Kommunikationsnetzen soll in Köniz gefördert werden.

Arbeiten

Der Gemeinderat will bestehende Unternehmen mit Erweiterungs- und Veränderungsbedürfnissen aktiv unterstützen. Die Ansiedlung neuer, wertschöpfungsstarker Betriebe soll gefördert werden. Engagieren will sich die Gemeinde auch für zusätzliche Ausbildungs- und Beschäftigungsplätze in der Wirtschaft.

Gesellschaft

Die hohe Qualität des Bildungsangebotes in den dezentralen Volksschulen soll gehalten und ausgebaut werden. Familien werden mit dem Ausbau externer Kinderbetreuungsangeboten und Elternkursen unterstützt. In der Jugendarbeit sind ein Interventionsteam und der Ersatz von Jugendtreffpunkten in Köniz-Liebefeld und im Wangental geplant. Die Integration von Migrantinnen und Migranten wird gefördert.

Kultur, Sport, Freizeit

Im kulturellen Angebot der Gemeinde Köniz wird das Kinderbuchfestival KiBuK weiterhin einen Schwerpunkt bilden. Das Schloss als Kultur- und Begegnungsort wird weiterentwickelt. Nutzungskonzept und Planung sollen verabschiedet und die Investorensuche aufgenommen werden. Die Sporthalle Weissenstein soll bis 2013 gebaut und eröffnet werden.

Mobilität

Köniz strebt eine nachhaltige Mobilität an. Unter Beachtung der Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer sollen der öffentliche Verkehr und der Langsamverkehr prioritär gefördert werden. Dazu gehören das Projekt Tram Region Bern, die Erschliessung des Büschiacker mit dem ÖV, die Umsetzung des Langsamverkehrskonzeptes sowie der Ausbau der Fuss- und Radwege.

Umwelt und Energie

Verschiedene Massnahmen sollen dazu beitragen, dass in Köniz mit den natürlichen Ressourcen sorgsam ungegangen wird. Dazu gehören eine neue Strategie in der Abfallbewirtschaftung, die Förderung von Wärmeverbunden, die Installation von Photovoltaikanlagen und die langfristige Sicherung der gemeindeeigenen Wasserversorgung.

Sicherheit

Vandalismus und Littering werden konsequenter bekämpft. Die Sicherheit im Verkehr wird für Schülerinnen und Schüler sowie ältere Personen verbessert, unter anderem mit dem vermehrten Einsatz von Geschwindigkeitsanzeigen und Kontrollen in den Quartieren.

Öffentlicher Raum

Der Liebefeld Park ist für die Könizer Bevölkerung bereits zu einem attraktiven Freizeit- und Erholungsraum geworden. Eine Verpflegungsmöglichkeit soll realisiert werden und die Grundlagen für die zweite Ausbauetappe werden erarbeitet. Das Reservat Eichholz soll aufgewertet und der öffentliche Strassenraum im Zusammenhang mit laufenden Projekten optimiert werden.

Politik und Verwaltung

Die Revision der Könizer Ortsplanung ist im Gang. Die umfangreichen Arbeiten sollen 2013 mit einer Volksabstimmung abgeschlossen werden. Auch hier wird eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Innerhalb der Gemeindeverwaltung soll ein modernes Personalrecht eingeführt werden. Mit dem Ausbau von E-Government will Köniz den Bürgerinnen und Bürgern eine leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung bieten.

Finanzen

Mit einem Eigenkapital von 15,5 Millionen Franken per Ende 2009 ist Köniz solide aufgestellt. Aufgrund der Wirtschaftskrise, der kantonalen Steuergesetzrevision und der kommunalen Steuersenkung drohen jedoch Defizite. Mit kurzfristigen Sparmassnahmen im Budget 2011 und einem mittelfristigen Stabilisierungsprogramm will der Gemeinderat die Finanzen im Gleichgewicht halten.

Auskunftspersonen

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