Budget 2026 und Finanzplan:
Köniz kann Handlungsspielraum vergrössern
16.10.2025 – Das Budget 2026 der Gemeinde Köniz rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 7.7 Mio. CHF im allgemeinen Steuerhaushalt. Wesentliche Gründe sind höhere Zahlungen in den kantonalen Lastenausgleich und Ausgaben für die Sanierung des Ritterhuus' als Investition in die Zukunft des Schlosses. Dies kann dank Reserven aus den vergangenen Jahren aufgefangen werden. In den Folgejahren werden ausgeglichene und positive Ergebnisse erwartet. Die Reserven können mittelfristig weiter geäufnet und die Steueranlage kann trotz der notwendigen Investitionen stabil gehalten werden.
Das Budget 2026 der Gemeinde Köniz rechnet im Steuerhaushalt mit einem Aufwandüberschuss von 7.7 Mio. CHF. Beim höheren Aufwand fallen unter anderem notwendige Unterhalt- und Reparaturarbeiten sowie steigende Zahlungen in den kantonalen Lastenausgleich ins Gewicht. Zusätzlich fallen die in der Abstimmung «Zukunft Schloss Köniz» aufgeführten anteiligen Kosten in der Höhe von 3.5 Mio. CHF an.
Eckpunkte im Budget 2026
- Beim Steuerertrag erwartet die Gemeinde weiterhin eine positive Entwicklung. Sie beruht auf den gestiegenen Steuererträge bei den natürlichen Personen, einer leichten Zunahme der Wohnbevölkerung und der erwarteten Entwicklung der Gewinne bei den juristischen Personen. Budgetiert ist ein Steuerertrag von 151.1 Mio. CHF.
- Der Sach- und Betriebsaufwand im allgemeinen Steuerhaushalt liegt mit rund 28.2 Mio. CHF unter der Rechnung 2024 (-2.7 %), aber über dem Budget 2025 (+2.2 %). Zu beachten gilt, dass über 35 % dieser Kosten in Zusammenhang mit Investitionen stehen (Vorbereitungen und Folgekosten, z. B. Unterhalt).
- Im Lastenausgleich sind höhere Zahlungen zu erwarten. Insbesondere die Lastenausgleichszahlungen an den Kanton sind im Vergleich zur Rechnung 2024 um 3.5 Mio. CHF höher. Praktisch gleich hoch ist die Zunahme im Vergleich zum Budget 2025.
- Der Gemeinderat hat im Budget 2026 für die Mitarbeitenden einen anteiligen Teuerungsausgleich von 1.5 % vorgesehen. Die Teuerung ist damit weiterhin nicht ausgeglichen.
Finanzielle Entwicklung der Gemeinde
Der Aufwandüberschuss im Budget 2026 wurde bereits in der vergangenen Finanzplanung ausgewiesen. 2027 wird ein ausgeglichenes Ergebnis, 2028 ein hoher Ertragsüberschuss erwartet, dank der Arealentwicklungen im Finanzvermögen. Die Arealentwicklungen liefern jeweils einen wichtigen Beitrag, um die notwendigen Ausgaben im Verwaltungsvermögen finanzieren zu können. 2029 wird aktuell ein leichter Aufwandsüberschuss von ca. 2.6 Mio. CHF prognostiziert.
Der Bilanzüberschuss wird per Ende 2026 rund 21 Mio. CHF betragen. Dies entspricht über 2 Steuerzehntel (1 Steuerzehntel umfasst derzeit ca. 9 Mio. CHF). Gegen Ende 2029 beläuft sich der Bilanzüberschuss nach aktuellen Erkenntnissen auf 27.6 Mio. CHF.
Keine weitere Steuererhöhung
Die strategischen Kennzahlen (Bilanzüberschuss, Bruttoverschuldung, Investitionen, Nettoschuld pro Einwohner:in, Steueranlage) entwickeln sich entsprechend den festgelegten Zielgrössen der Finanzstrategie. Die Mittelfristplanung zeigt auf, dass sich die Verschuldung, die in den vergangenen Jahren leicht abgebaut werden konnte, deutlich moderater entwickelt als ursprünglich angenommen.
Die Gemeinde wird die Finanzen also weiter stabilisieren und den Handlungsspielraum vergrössern können. «Mittelfristig entwickeln sich die Finanzen der Gemeinde weiter positiv, so dass die benötigten Investitionen für die Bevölkerung wie z. B. in Bildungsstätten, Freizeitanlagen und Infrastruktur getätigt werden können», sagt Gemeindepräsidentin Tanja Bauer. «Die Steueranlage kann stabil gehalten werden und es braucht keine weitere Steuererhöhung», so die Gemeindepräsidentin.
Der Gemeinderat hat das Budget 2026 und den IAFP zuhanden des Parlaments verabschiedet. Budget und IAFP sind für die Parlamentssitzung vom 3. November 2025 traktandiert.