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02 | Schlossareal | Detail

Eine über 1000-jährige Geschichte

Im Jahr 1949 fand die offizielle Feier zum 1000. Geburtstag von Köniz statt. Mittelpunkt der Könizer Geschichte ist das Schlossareal. Der Ursprung der Anlage, die weder Burg noch Kloster aufwies, geht auf die Periode von 922 bis 937 zurück. Die Grösse der Gesamtgemeinde Köniz (mit 51 km2 eher eine Subregion) liegt u.a. darin begründet, dass die Adels- und Rittergeschlechter des Hochmittelalters, welche ihren Sitz auf dem heutigen Gemeindegebiet hatten (Sternenberg, Aegerten, Bubenberg, Riedburg, Wangen), kirchengenössig wurden und dadurch die Basis des heutigen Gemeindegebiets bildeten.

Grob gesagt lassen sich auf dem Schlossareal drei Perioden unterscheiden, welche auch im baulichen Bestand Spuren hinterlassen haben:

- Augustiner Chorherrenstift                                                       2. Hälfte 11.Jh. bis 1243
  Kirchenschiff und Teile des Stiftsgebäudes (11. Jh.)

- Deutschritterorden                                                                   1243 bis 1528
  «Ritterhuus» (3-stöckiger Donjon, 13. Jh.)
  «Haberhuus» und «Rossstall» (14./15. Jh.)

- Staat Bern (Säkularisierung, später Erwerb)                            1528 bis 1996
· Kornhaus mit breit ausladender Freitreppe (1724)
  Pfrundscheune (1743)
  Neubau der «Pfrundschüür» auf dem Erdgeschoss der ehemaligen Scheune (1909)

Das heutige Kultur- und Begegnungszentrum (seit 1996)

Die Einwohnergemeinde und die reformierte Kirchgemeinde Köniz erwarben das Schlossareal 1996 vom Kanton Bern, der es in den letzten Jahrzehnten baulich vernachlässigt hatte und froh war, den Unterhalt nicht mehr bestreiten zu müssen. Die neuen Eigentümerinnen begannen unverzüglich mit der Realisierung eines Kultur- und Begegnungszentrums für die Gesamtgemeinde Köniz. Heute ist der «Kulturhof Schloss Köniz» eine in der Region gut verankerte Institution:

- Das «Haberhuus» beherbergt das Restaurant zum Schloss, die Musikschule Köniz und das Schulmuseum Bern
- Das renovierte «Ritterhuus» beinhaltet den Rittersaal und andere Räume
- Im «Wöschhuus» sind Unterrichts- und Ausstellungsräume eingerichtet
- Der ehemalige «Rossstall» ist ein modernes Kulturlokal, in welchem auch das Gemeindeparlament tagt
- Im «Kornhaus» befinden sich Trauungsräume; der grösste Teil harrt jedoch noch einer neuen Nutzung.
- Die (noch unbeheizte) «Schlossschüür» (ehm. Pfrundschüür) dient für kulturelle Anlässe

Der multifunktionelle Schlosshof hat sich auch bei speziellen Anlässen bewährt, zum Beispiel beim «Donnschtig Jass» des Schweizer Fernsehens im Sommer 2011. Und selbstverständlich wird er bei der Verleihung des Wakkerpreises 2012 eine zentrale Rolle spielen.

Die Zukunft wird vermutlich zu bedeutenden Nutzungsänderungen führen und unter anderem kommerzielle Nutzungen ermöglichen.

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