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15 | Weissenstein/Neumatt Liebefeld | Detail

Grenzüberschreitend denken und handeln

Die Siedlung Weissenstein/Neumatt ist ein gutes Beispiel für grenzüberschreitendes Planen. Sie wirkt nach ihrer Vollendung recht homogen, und Aussenstehende vermuten die Grenze zwischen den Gemeinden Köniz und Bern eher im nördlich anschliessenden Grüngürtel. Tatsächlich verläuft Grenze aber quer durch das Areal, entlang dem künstlich angelegten Siedlungsbach, der vom Sulgenbach gespiesen wird.

Kiesabbau und Betonlager, dann Gesamtplanung

Auf dem Gelände der heutigen Siedlung baute die Firma Hunziker früher jahrelang Kies ab. Danach wurde die mit Abfall aufgefüllte Grube als Lager für Betonelemente genutzt. 1997 führten die Gemeinden Köniz und Bern zusammen mit der Grundeigentümerin eine koordinierte Planung für die künftige Nutzung, Gestaltung und Erschliessung durch. In einem wettbewerbsähnlichen Verfahren unter Architekten, Raumplanern und Landschaftsarchitekten wurde ein Konzeptplan erarbeitet. Dieser war tragfähig genug, um verschiedenartige Architekturen nebeneinander zu ermöglichen. Mittels eines Ausnützungsbonus’ (+10%) wurden Architekturwettbewerbe angeregt – leider machte aber nur eine Bauherrschaft davon Gebrauch (Siegerteam Matti/Ragaz/Hitz).

Alle sind zufrieden

Die Gegend hat durch die Überbauung sehr gewonnen. Es ist positiv, hier zu wohnen“. Dieses Statement aus der Bevölkerungsbefragung 2010 fasst die heutige Stimmung gut zusammen. Die attraktive Siedlung zieht vor allem Familien an. Sie bietet moderne, grosse Wohnungen in verkehrsarmer Umgebung, flankiert von Wäldern und Freizeitanlagen, erschlossen durch drei Buslinien. Ende 2012 werden alle Wohnungen und Arbeitsflächen belegt sein und in 515 Wohnungen etwa 1100 Bewohner, 300 Arbeitsplätze sowie Kindergärten und KITAs untergebracht sein.

Tieferes Durchschnittsalter, höhere Belegungsdichte

Die grossen Wohnungen werden – und das ist keineswegs selbstverständlich – tatsächlich von Familien mit Kindern bewohnt. Der Kinderanteil ist höher als anderswo, die Bevölkerung durchschnittlich sechs Jahre jünger und die Belegungsdichte (Anzahl Personen pro Wohnung) deutlich höher als im Durchschnitt der beiden Gemeinden.  

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