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Zone mit Planungspflicht ZPP Nr. 2/4 "Areal Station Wabern"

Kantonale Vorprüfung

 Areal Station Wabern 

Das Areal der Station Wabern ist heute stark unternutzt und sanierungsbedürftig. Es soll mit der Realisierung der geplanten Entwicklung einer neuen zweckmässigen Nutzung zugeführt und aufgewertet werden. Damit schafft das Areal den Anschluss an die dynamische Raumentwicklung in den angrenzenden Gebieten (ehemaliges Brauereiareal, Umgestaltung Dorf- und Kirchstrasse, Vorplatz Gurtenbahn Talstation) und schliesst die Verbindungslücke zwischen Stationsareal und Morillongut. Mit den vorliegenden Planungsinstrumenten soll eine qualitativ hochstehende und die Siedlungsqualität verbessernde Bebauung gesichert werden.

Lage

Das Areal liegt nördlich der Station Wabern und wird durch die Kirch- und Dorfstrasse sowie die Bahnlinie begrenzt. Es besteht im Wesentlichen aus dem heutigen Stationsareal, der direkt angrenzenden Zone für Sport und Freizeit ZSF Nr. 2/61 sowie der bestehenden Wohnüberbauung Kirchstrasse 152-168.

Das Projekt

Um eine qualitativ hochwertige Entwicklung zu erreichen und auch langfristig zu sichern, hat die Gemeinde seit dem Jahr 2013 ein mehrstufiges Entwicklungs- und Planungsverfahren durchgeführt. Dies unter der Beteiligung verschiedener Fachplaner sowie der hauptsächlich betroffenen Grundeigentümerschaften.

Grundvoraussetzung für die Umsetzung der Entwicklungsabsichten ist die Anpassung des Nutzungsplans, des Baureglements und des Baulinienplans. Das Geschäft zur Änderung der baurechtlichen Grundordnung wird in einem ordentlichen Planungsverfahren über eine Volksabstimmung zur Rechtskraft geführt.

Aktueller Planungsstand
Die Änderung der baurechtlichen Grundordnung (Nutzungsplanänderung, besondere Vorschriften zum Nutzungsplan und Baulinienplan) sowie das Bebauungs- und Erschliessungskonzept wurden vom 25. April bis 1. Juni 2018 zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt.

Mit insgesamt 13 Mitwirkungseingaben wurde von der Gelegenheit zur öffentlichen Mitwirkung eher zurückhaltend Gebrauch gemacht.

Der Gemeinderat hat die Mitwirkungseingaben im Mitwirkungsbericht ausgewertet und beantwortet. Die wichtigsten Anpassungen und Massnahmen aufgrund der öffentlichen Mitwirkung sind hier kurz zusammengefasst:

  • Die Gemeinde hat für die neue Bahnhofstrasse Wabern die Ausarbeitung eines Betriebs- und Ge­staltungskonzepts BGK ausgelöst. Dies dient zur Klärung der in der Mitwirkung aufgeworfenen Verkehrsfragen und als Grundlage für die weiter­gehende Strassenprojektierung. Die Arbeiten zum BGK sind noch nicht abgeschlossen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt kann aber festgehalten werden, dass an den vorliegenden Planungsinstrumenten aufgrund des BGK keine Anpassungen notwendig sind.
  • Die bauliche Dimension der Überbauung auf dem ehe­maligen Bahnareal wurde in Bezug auf die Fassadenhöhe um ein Vollgeschoss und in Bezug auf das maximale Nutzungsmass von 7'000 m2 auf 2'400 m2 Geschossfläche oberirdisch reduziert.
  • Die Ausdehnung der Zone mit Planungspflicht wurde bis auf Höhe der neuen Bahnhofstrasse reduziert. Der westliche Fortsatz des Bahnareals wird aufgrund der schlechten Erschliessbarkeit und der baulichen Nähe zu der bestehenden Überbauung Kirchstrasse 138-150 der Verkehrszone Bahn zugeordnet.
  • Der Planungsperimeter wurde für alle Planungsinstrumente vereinheitlicht.
  • Mitwirkungsbericht [pdf, 9.8 MB]
Die Unterlagen der Mitwirkung vom 25. April bis 1. Juni 2018:
Weitere Informationen und Grundlagendokumente:

Kantonale Vorprüfung
Im Rahmen der kantonalen Vorprüfung prüft das Amt für Gemeinden und Raumordnung AGR die Rechtmässigkeit der Planung, holt Stellungnahmen aller berührten kantonalen Fachstellen zur Planung ein und nimmt eine umfassende Interessensabwägung aus Sicht des Kantons vor.

Weiteres Vorgehen
Die Planung bedingt eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung (Nutzungsplan, Baureglement und Baulinienplan) im ordentlichen Verfahren und mit einer Volksabstimmung. Nach der kantonalen Vorprüfung beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) des Kantons erfolgt im Anschluss die öffentliche Auflage.


Auskunft/Kontakt
Direktion Planung und Verkehr
Planungsabteilung

Aktualisierung: 11.4.2019