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Fragen & Antworten

Fragen und Antworten zur Ortsplanungsrevision

Voraussichtlich am 23. September 2018 stimmt die Könizer Bevölkerung über die Ortsplanungsrevision (revidierte baurechtliche Grundordnung) ab. Nachfolgen die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was ist eine Ortsplanung?
Die Ortsplanung befasst sich mit der räumlichen Gestaltung und Entwicklung des Gemeindegebiets. Die Frage lautet also: Wie soll sich Köniz entwickeln, welches „Gesicht“ soll die Gemeinde haben? Die Ortsplanung legt fest, welche Grundstücke in welcher Art und in welchem Ausmass genutzt werden dürfen und welche Gebiete und Objekte geschützt und erhalten werden sollen. In der Ortsplanung sind also die Rahmenbedingungen und Leitplanken für die Entwicklung der Gemeinde definiert.

Warum braucht es eine Revision der Ortsplanung?
Eine Gemeinde muss sich Gedanken machen um ihre Zukunft. Die letzte Ortsplanungsrevision in Köniz datiert von 1994 – einer Zeit also, in der das Internet noch nicht verbreitet war. Seit damals haben sich Gesellschaft und Wirtschaft stark verändert. Die Digitalisierung, die steigende Lebenserwartung, die zunehmende Mobilität, die vielfältigen Freizeitbeschäftigungen sowie der Wunsch nach Selbstbestimmung haben in der Bevölkerung und in der Arbeitswelt neue Bedürfnisse erzeugt. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision nimmt die Gemeinde Köniz diese neuen Bedürfnisse auf und regelt vorausschauend ihre Entwicklung für die nächsten 15 bis 20 Jahre.

Was beinhaltet die Ortsplanungsrevision?
Köniz ist eine grosse und vielfältige Gemeinde mit unterschiedlichen Ortsteilen und unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Ortsplanungsrevision wurde deshalb bezüglich Zeithorizont und Detaillierungsgrad stufenweise erarbeitet:
  • 1. Stufe: Raumentwicklungskonzept
  • 2. Stufe: Richtplanung
  • 3. Stufe: Baurechtliche Grundordnung

Das Raumentwicklungskonzept (1. Stufe) wurde 2007 vom Gemeinderat verabschiedet, die Richtplanung 2013 abgeschlossen und 2014 vom Kanton genehmigt. Die baurechtliche Grundordnung (3. Stufe) wird im Mai 2018 im Parlament behandelt und voraussichtlich im Herbst 2018 der Stimmbevölkerung unterbreitet.
Unterlagen OPR

Welche Ziele verfolgt die Ortsplanungsrevision?
Ziele der Revisionsarbeiten sind:
  • Erhalt und Förderung der Funktionalität der Ortsteile;
  • Sicherstellen der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung bei haushälterischem Umgang mit dem Boden;
  • Abstimmen von Baulandbedarf und Baulandangebot für Wohnen, Arbeiten und Freizeit mit effizienter Nutzung der bestehenden Infrastruktur;
  • Erhalt und Förderung der Siedlungs-, Wohn- und Freiraumqualität;
  • Schutz, Erhalt und Förderung der offenen Landschaftsräume;
  • Bieten von Rechtssicherheit.

Wo und wie konnten sich die Könizerinnen und Könizer einbringen?
Die OPR ist ein Gemeinschaftswerk von Bevölkerung, Unternehmen, Interessenverbänden, Politik und Behörden. Das Raumentwicklungskonzept und die kommunale Richtplanung, welche den «Boden» der OPR bilden, wurden in einem intensiven partizipativen Prozess mit der Bevölkerung erarbeitet. Auch zur baurechtlichen Grundordnung, über die im Herbst abgestimmt wird, konnten sich Betroffene und Interessierte äussern: Baureglement, Nutzungsplan, Schutzplan und Baulinienplan wurden Mitte 2014 in die öffentliche Mitwirkung gegeben, an verschiedenen Veranstaltungen präsentiert und diskutiert und im Frühling 2017 öffentlich aufgelegt. Einwendungen und Anregungen führten zu Anpassungen. Der Gemeinde war es stets ein Anliegen, nicht über die Köpfe der Menschen hinwegzuplanen, sondern deren Bedürfnisse abzuholen und in den Planungen zu berücksichtigen.

Worüber wird abgestimmt?
Über die revidierte baurechtliche Grundordnung. Diese besteht aus 4 Instrumenten:

Die Pläne legen parzellenscharf und grundeigentümerverbindlich fest, wie der Boden genutzt werden darf – das Baureglement liefert die zugehörigen Artikel. Ende Mai wird das Könizer Parlament über die OPR befinden, voraussichtlich am 23. September 2018 findet die Volksabstimmung statt.

Wann tritt die OPR in Kraft?
Stimmen Parlament und Stimmbevölkerung der revidierten baurechtlichen Grundordnung zu, muss der Kanton diese definitiv genehmigen und über allfällige unerledigte Einsprachen entscheiden. Anschliessend tritt die revidierte baurechtliche Grundordnung in Kraft – vorbehältlich allfälliger Beschwerden.