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Baufeld F (Feuerfalter)

2000-Watt-Überbauung

Baufeld F (Feuerfalter), Ried Niederwangen

2000-Watt-Areal mit 224 Wohnungen
Als Mitglied der Miteigentümergemeinschaft Ried beabsichtigt die Gemeinde Köniz, auf dem Baufeld F einen Quartierbaustein mit rund 224 Wohnungen zu entwickeln. Die Überbauung soll in einer hohen baulichen und architektonischen Qualität zu marktüblichen Preisen realisiert werden und sich durch eine umfassende Nachhaltigkeit auszeichnen.

Es wird drei verschiedene Wohnungsstandards und Eigentumsformen geben. Vorgesehen sind je ein Drittel preisgünstige Mietwohnungen, Mietwohnungen zu marktüblichen Preisen und Wohnungen im Stockwerkeigentum. Diese Vielfalt ermöglicht eine breite Bewohnerschaft.

Eine kluge Lösung soll dafür sorgen, dass der durchschnittliche Energie- und Ressourcenbedarf jeder einzelnen Bewohnerin und jedes einzelnen Bewohners für Wohnen, Mobilität und Arbeiten nur so viel beträgt, dass die Ziele einer 2000-Watt-Gesellschaft erreicht werden können. Geplant ist die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal und die Einhaltung der Anforderungen an ein Plus-Energie-Quartier, das sich durch einen besonders tiefen Energieverbrauch auszeichnet.

Siegerprojekt "Pfyfauter"
Im April 2017 genehmigte der Gemeinderat das Wettbewerbsprogramm für die Weiterentwicklung des Baufeldes F. Insgesamt 29 Teams bewarben sich für die Planung; das Preisgericht wählte zehn Teams für die Wettbewerbsteilnahme aus.

Im September 2017 wurde der Projektwettbewerb entschieden. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität der eingereichten Wettbewerbsprojekte. Schliesslich wurde das Projekt "Pfyfauter" dem Gemeinderat einstimmig zur Weiterbearbeitung und Ausführung empfohlen. Verfasserin des Siegerprojektes ist das Büro Bob Gysin & Partner AG zusammen mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH aus Zürich.

Beim "Pfyfauter" handelt es sich nach Einschätzung des Preisgerichts um einen Vorschlag, der unaufgeregt und angemessen ein differenziertes Siedlungsleben mit hoher Qualität der Wohnungen und grossem Aneignungspotential in den Aussenräumen anbietet und so den unterschiedlichen Ansprüchen der verschiedenen Wohnbauträger gerecht wird.

Sechs starke, plastisch durchgeformte und kompakte Baukörper bilden die Siedlung des Siegerprojektes. Durch Kopfbauten an jeweils einem Ende verengen sich die Räume und es entstehen drei übereinstimmende Innenhöfe für die unterschiedlichen Angebotssegmente. Das konstruktiv sorgfältig bearbeitete Projekt schlägt eine ressourcenschonende Hybridbauweise mit Betondecken und einem Holzelementbau an den Fassaden vor.

Angebotswettbewerb abgeschlossen
Das Projekt "Pfyfauter" bildete die Grundlage für den im Jahr 2018 durchgeführten Angebotswettbewerb. Die am Verfahren teilnehmenden Projektentwickler/Investoren konnten sich dabei um den Erwerb des Baufeldes F im Baurecht bewerben. Der darin ausgewählte Projektentwickler wird zusammen mit dem siegreichen Planungsteam die weitere Projektierung und Realisierung vorantreiben. Die Gemeinde hat anschliessend noch die Funktion als Baurechtgeberin und hoheitliche Planungsbehörde.

Volksabstimmung über Baurecht im Mai 2019
Die Gemeinde beabsichtigt nun, das Land im Baurecht an die Immobiliengesellschaft Mobimo abzugeben. Das 100 Jahre dauernde Baurecht soll mit Auflagen bezüglich Nachhaltigkeit und gemeinnützigem Wohnungsbau verbunden werden.

Auf dem Grundstück sollen zu je einem Drittel Mietwohnungen zu Marktkonditionen, gemeinnütziger Wohnungsbau mit Kostenmiete sowie Stockwerkeigentum entstehen. Die Gemeinde hat für das Terrain einen Baurechtszins von rund 657‘000 Franken pro Jahr ausgehandelt. Der Baurechtszins setzt ein Gegengewicht zu den finanziellen Lasten, welche die Gemeinde im Ried tragen muss. Dazu gehören der Bau eines neuen Schulhauses mit Turnhalle und Sportplatz, ein Anteil am Gemeinschaftszentrum sowie erhebliche Infrastrukturkosten. Durch die verschiedenen Wohnformen soll ein attraktives Wohnangebot für unterschiedliche Bevölkerungsschichten entstehen.

Der Könizer Gemeinderat ist überzeugt, dass mit der Abgabe des Gemeindelandes im Baurecht und der Konzeption als 2000-Watt-Areal ein gesellschaftlich, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltiges Projekt realisiert werden kann.  Das Gemeindeparlament hat dem Geschäft im Februar 2019 zugestimmt. Die Volksabstimmung ist auf den 19. Mai 2019 terminiert.

Dokumente

Auskunft/Kontakt
Direktion Präsidiales und Finanzen
Fachstelle Gesamtkoordination Grossprojekte

Aktualisierung: März 2019