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08 | Zentrum Niederwangen | Detail

Das Ziel ist ein Ortsteilzentrum mit Identität

Früher hielten beim «Wangenbrüggli» die Postkutschen, bevor sie westwärts via Forst nach Neuenegg fuhren. Mit dem Bau der Staatsstrasse und der Eisenbahn sowie später der Autobahn verbesserten sich die Verkehrsverbindungen. Fortan siedelten sich im Wangental Industriebetriebe an, die Zeit des Kiesabbaus begann. Mit dem Autobahnanschluss, der S-Bahnstation und den Buslinien verbesserten sich die Standortvorteile von Niederwangen, das Entwicklungspotenzial für Einkauf, Dienstleistungen und Industrie wuchs. Die beidseitigen Hangpartien boten beste Voraussetzungen für schönes stadtnahes Wohnen an der Peripherie und an gut erschlossener Lage.

Das Problem des zerschnittenen Dorfkerns

Dennoch blieb ein Problem bestehen: Der ursprüngliche Dorfkern war zerschnitten. Dieses gestalterische und nutzungsmässige Defizit führte (und führt) zu politischen Vorstössen, deren Ziel die Verbesserung dieses Zustands ist. Es geht um die Begrenzung der Siedlung und Nutzungen mit hohem Verkehrsaufkommen, den Ausbau des öffentlichen und des «langsamen» Verkehrs, die Erhöhung der Sicherheit, die Überdeckung der Auto- und Eisenbahn – generell um das Schaffen eines Ortszentrums mit Identität.

Farbige Türme

Ein erster kleiner Schritt zur Aufwertung des öffentlichen Raums und zur Identitätsbildung konnte in den letzten Jahren realisiert werden: Die Fussgängertürme bei der S-Bahnstation, welche nachts in unterschiedlichen Farben leuchten, verbessern nicht nur die Zugänglichkeit, sie unterstreichen auch die Bedeutung des Zentrums Wangenbrüggli als öV-Umsteigepunkt, für Dienstleistungsnutzungen und die Quartierversorgung.

Niederwangen bei Ried?

Die Entwicklung des Ortskerns von Niederwangen und des Siedlungsgebiets Ried beeinflussen sich gegenseitig: Zusammen werden sie dereinst etwa 4000 Bewohner und viele Arbeitsplätze aufweisen, es wird beidseits des Tals Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen geben. Heisst es dann «Ried bei Niederwangen» oder umgekehrt? Eine Gemeinsamkeit werden sie hoffentlich aufweisen: Das Wangenbrüggli als Identifikationspunkt.

Was bringt die Zukunft?

Der Massnahmenplan der Gemeinde Köniz für den Ortskern Niederwangen sieht in etwa so aus wie derjenige für das Ortszentrum von Köniz vor 10 Jahren: Keine weiteren Arbeitszonen, mehr Läden, Dienstleistungen und Restaurants, neue Platz- und Aufenthaltsräume, eine Fussgängerüberführung von Niederwangen Dorf zum Wangenbrüggli, Umgestaltung der Freiburgstrasse, offener Stadtbach, Siedlungsbegrenzung im Sinne eines «Grünen Bandes».

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