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09 | Siedlung Ried | Detail

Modernes Wohnen an der Peripherie

Das rund 30 Hektare umfassende Gebiet Ried gehört zum Ortsteil Niederwangen und liegt am Siedlungsrand von Bern und Köniz. 2000 Bewohnerinnen und Bewohner können hier bei Vollausbau in optimaler Qualität wohnen. Das Gewinnerteam des in den 1970er-Jahren durchgeführten Architekturwettbewerbs – das Atelier 5 aus Bern – erarbeitete die 1979 in Kraft gesetzte Planung und erstellte eine erste stark verdichtete Siedlungseinheit (Ried) - die einzige auf Könizer-Gemeindegebiet in dieser Art und bis heute geprägt von hoher Wohnqualität.

Qualitätssicherung zum Ersten

Das an sich tragfähige Konzept von 1979 basierte auf einem dem Gelände angepassten, von Alleen gesäumten Strassen- und Wegesystem sowie detaillierten Richtlinien für die Gestaltung des städtischen Wohnens an der Peripherie. Damit und mit dem in jeder Etappe notwendigen Stimmbürgerentscheid erhoffte man sich eine langfristige Qualitätssicherung. Nach 25 Jahren und vier realisierten Teilgebieten stand fest, dass die hochgesteckten Ziele nur zum Teil erreicht wurden. Zudem machte ein Wertewandel in Gesellschaft und Politik eine Revision des Planungswerks unumgänglich: Mehr Grünfläche, weniger Präsenz des (fahrenden und ruhenden) Autoverkehrs, Schule und Spielfeld eher peripher statt zentral, mehr Flexibilität für die Miteigentümer, gestraffte Planungsverfahren.

Qualitätssicherung zum Zweiten

Für den revidierten Plan benötigte man allerdings fast sieben Jahre und zwei Anläufe: Der erste Planungsentwurf von 2006 erlitt in der öffentlichen Mitwirkung Schiffbruch, da er den oben geschilderten Vorstellungen zu wenig gerecht wurde. Die Gemeinde erkannte die Zeichen und ging zurück auf Feld 1. Aus dem nachfolgenden zweistufigen Planungswettbewerb ging 2008 das Projekt «Papillon» (ARGE blue architects & Ruprecht, Zürich) als Sieger hervor.

Der Schmetterling fliegt (hoffentlich)

Der neue, im Juni 2012 den Stimmberechtigten vorzulegende Plan beinhaltet eine als «Rückgrat» ausgebildete Grünfläche am Hang und fingerartige Grünbereiche von etwa doppelter Grösse als im alten Plan. Die ringförmige Quartiererschliessung wird durch fingerartige Wohnstrassen mit darunter liegenden Einstellhallen ergänzt, womit verkehrsfreie öffentliche Räume geschaffen werden. Die realisierbare Geschossfläche wird (entschädigungslos) um 25 000 m2 reduziert. Zwecks Qualitätssicherung wird für die erste Bauetappe zwingend ein Architekturwettbewerb vorgeschrieben.

Ausgezeichnete Planung

Der Kanton Bern hat die Planung Ried im Rahmen des Wettbewerbs «Entwicklungsschwerpunkte Wohnen» für das innovative sowie partizipative Vorgehen im Planungsprozess und die sorgfältige Konzepterarbeitung ausgezeichnet. 

Bildergalerie
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