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Wärmeverbünde

In Köniz entstehen Wärmeverbünde

Prinzip WärmeverbundGemeinsam Wärme nutzen und so das Klima und das Portemonnaie schonen sowie Platz sparen: Wärmeverbünde machen dies möglich. Von einem grossen zentralen Heizkessel aus gelangt die Wärme über unterirdische Leitungen in die angeschlossenen Haushalte. Die Gemeinde Köniz ist daran interessiert, dass weitere Wärmeverbünde entstehen. Auf dem Gemeindegebiet gibt es bereits mehrere kleine und grössere Verbünde. Im Richtplan Energie sind zudem Gebiete aufgelistet, welche sich als Standort für künftige Wärmeverbünde eignen.
> Richtplan Energie

Wärmeverbund Schliern

Der Wärmeverbund in Schliern liefert seit Anfang Oktober 2015 Wärme. Die BKW realisierte auf Initiative und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Köniz einen nachhaltigen und ökologischen Wärmeverbund.

Nach einer mehrjährigen Planungsphase ist der Wärmeverbund in Schliern wie geplant in  Betrieb genommen worden. Damit ist der Bau des Wärmeverbundes nach achtmonatiger, intensiver Bauzeit weitgehend abgeschlossen. Über 90 Prozent des gesamten Netzes sind gebaut; in den nächsten zwei Jahren wird der Verbund in kleinen Etappen komplettiert. Das Leitungsnetz misst im Endausbau rund 2‘500 Meter und deckt den Energiebedarf von umgerechnet ca. 800 Haushalten für Heizung und Warmwasser zu 100 Prozent ab. Die Anlage wird mit einem Brennstoffanteil von ca. 95 Prozent Holzschnitzel und 5 Prozent Heizöl betrieben.

Die Holzheizzentrale steht an der Gaselstrasse, auf dem Areal der Schulanlage Blindenmoos; die Gemeinde überlässt der BKW die Teilparzelle im Baurecht. Auslöser für den Wärmeverbund war die fällige Heizungssanierung in der Schulanlage Blindenmoos. Die Gemeinde hat sich verpflichtet, für die Schulanlage in den nächsten 30 Jahren Wärme ab dem Wärmeverbund der BKW zu beziehen.

Wärmeverbund Schliern in Zahlen (bei Vollausbau):
Wärmeleistung:   3.9 MW
Jährliche Wärmeproduktion: 8 GWh
Jährlicher Brennstoffbedarf: ca. 10‘500 m3 Schnitzel
Jährliche Einsparung:  1‘000‘000 Liter Heizöl
Jährliche CO2-Einsparung: ca. 2‘700 Tonnen
Investitionskosten:  ca. CHF 8.3 Millionen

Artikel zu Wärmeverbund Schliern in "Wärme&Technik 2 - 2016" [pdf, 1.24 MB]

Zukünftige Wärmeverbünde

Die Gemeinde Köniz hat Interesse daran, weitere potenzielle Standorte für Wärmeverbünde zu eruieren und dazu beizutragen, dass bestehende Verbünde sinnvoll erweitert werden. Im Moment sind an folgenden Standorten Abklärungen im Gange:

  • Buchseequartier: Ein grosser Wärmeverbund ist nicht zustande gekommen. Private planen einen kleineren Wärmeverbund.
  • Spiegel - (Spiegel-Dörfli Schulhaus): Abklärungen zur Erweiterung des bestehenden Wärmeverbundes sind im Gange. Die private Eigentümerschaft hat einen Planer beauftragt, die Kosten zusammenzustellen. Voraussichtlich Ende 2017 ist entschieden, wie, wann und wo der Wärmeverbund erweitert werden kann.
  • Schliern - (Büschiacker, Spüeliacker, Spüeli, Haselholz, Hübeli): Die Gemeinde hat eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie in Auftrag gegeben. Es werden demnächst Gespräche mit Schlüsselkunden stattfinden, um das Projekt zu konkretisieren.

Falls Sie als Hausbesitzer wissen möchten, ob sich Ihr Haus, bzw. Ihre Überbauung  in der Nähe eines bestehenden Wärmeverbundes befindet  oder in einem Gebiet liegt, in welchem ein Potenzial für die Realisierung eines neuen Wärmeverbundes vorhanden ist, gibt Ihnen die Fachstelle Energie gerne Auskunft.

Alternativ können Sie sich auch direkt an die Betreiber eines bestehenden Wärmeverbundes wenden. Die Betreiber von Wärmeverbünden, welche noch Kapazitäten für die Lieferung von Wärme für neue Abnehmer haben, können sich bei der Fachstelle Energie melden:  Falls gewünscht können diese Informationen hier aufgeschaltet und/oder mögliche Abnehmer auf das entsprechende Angebot hingewiesen werden.

Kontakt

Fachstelle Umweltschutz

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