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Zukunftsmodell zur Steuerung der Könizer Schulen

19.08.2025 – Der Könizer Gemeinderat beantragt dem Parlament ein neues Modell für die Bildungssteuerung. Die strategische Führung soll künftig beim Gemeinderat liegen, die Personalführung der Schul- und Tagesschulleitungen soll eine neue Fachstelle der Verwaltung übernehmen. Der Gemeinderat hat sich für ein Modell ohne Schulkommission entschieden. Er erachtet es als geeignet, um der zunehmenden Komplexität des Schulsystems gerecht zu werden und kommende Herausforderungen zu meistern. Die Neuerung bedingt eine Anpassung des Bildungsreglements.

Aktuell ist in Köniz die Schulkommission (SK) für die Steuerung der Schulen und Tagesschulen und damit auch für die personelle Führung der Schulleitungen zuständig. Dieses Modell stösst zunehmend an seine Grenzen. Die Mitglieder der SK müssen Führungserfahrung mitbringen, sich im bernischen Volksschulsystem auskennen, ausserordentlich flexibel sein und Krisen managen können. Das sind hohe Anforderungen an ein Milizgremium.

Steuerung und Personalführung professionalisieren

Köniz braucht ein neues Modell für die Bildungssteuerung. Ein Modell, das der zunehmenden Komplexität des gesamten Systems der Volksschule gerecht wird und auch geeignet ist, kommende Herausforderungen zu meistern. Der Gemeinderat hat die Abteilung Bildung, Soziale Einrichtungen und Sport mit einer umfassenden Analyse beauftragt. Zu evaluieren waren mögliche Modelle für die Bildungssteuerung; mit dem Ziel einer neuen Organisation und Führungsstruktur, die professioneller, effektiver und effizienter sind und eine flexible Weiterentwicklung der Könizer Schulen ermöglichen.

Eine nichtständige parlamentarische Kommission Bildungssteuerung (NPK BS) hat das Projekt eng begleitet und Empfehlungen zuhanden des Gemeinderats formuliert. Die Schulkommission und die Konferenzen der Schul- und Tagesschulleitungen waren involviert und konnten sich einbringen.

Verwaltungsmodell ohne Schulkommission

Der Gemeinderat hat sich für eine klare und schlanke Struktur und für das Modell ohne Schulkommission entschieden. Dies analog zu den anderen Politikbereichen in Köniz. Die strategisch-politische Steuerung der Könizer Schulen soll künftig dem Gemeinderat obliegen, eine neu zu schaffende Fachstelle stellt die personelle, pädagogische und organisatorische Steuerung sicher.

Vorteile gegenüber den anderen geprüften Varianten

Das Modell ohne Schulkommission hat gegenüber den anderen geprüften Varianten aus Sicht des Gemeinderats klare Vorteile. Strategische Entscheide sind in der Regel mit Kosten verbunden. Es ist deshalb sinnvoll, den Entscheid jenem Gremium zu überlassen, das auch für die Finanzen verantwortlich ist: in erster Linie dem Gemeinderat und via Budgetprozess oder für einmalige Ausgaben über 200 000 CHF dem Parlament. Ein Modell ohne Kommission entspricht zudem dem bewährten Prozess, wonach die Verwaltung mit ihren Fachpersonen und ihrer Expertise die Inhalte vorbereitet und die Exekutive entscheidet.

Das Parlament wird die Änderung der Bildungssteuerung und die Anpassung des Bildungsreglements an seiner Sitzung vom 15. September 2025 beraten. Sagt das Parlament Ja, wird die neue Steuerungsstruktur per 1. August 2026 umgesetzt.

Auskunftsperson
Hans-Peter Kohler, Vorsteher Direktion Bildung und Soziales, 079 508 62 39