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Köniz wird Partnergemeinde des Naturparks Gantrisch

06.11.2025 – Die Gemeinde Köniz und der Förderverein Region Gantrisch (FRG) gehen ab nächstem Jahr eine Partnerschaft ein. Sie haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Während einer dreijährigen engeren Zusammenarbeit wird ein definitiver Beitritt als sogenannte Pfortengemeinde ab 2032 geprüft.

Der Naturpark Gantrisch ist ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung und versteht sich als eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Die Trägerorganisation, der Förderverein Region Gantrisch, funktioniert als regionalpolitische Plattform: Im Perimeter des Naturparks befinden sich 19 Gemeinden, die als sogenannte Parkgemeinden die Trägerschaft bilden. Sie soll die langfristige und nachhaltige Entwicklung in der Region in Bereichen Ökologie, Bildung, Freizeit und Wirtschaft sichern. Der ländliche Teil der Gemeinde Köniz grenzt vielerorts direkt an den Naturpark Gantrisch und weist eine ähnliche Natur- und Kulturlandschaft auf, wie sie die Parkgemeinden auszeichnet.

Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet

Der Förderverein Region Gantrisch und die Gemeinde Köniz haben eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet und am 24. Oktober 2025 auf der alten Schwarzwasserbrücke symbolisch besiegelt (s. Bild). Die Gemeinde Köniz wird damit noch nicht als offizielle Parkgemeinde, sondern als einfaches Mitglied in den Förderverein aufgenommen. Ein definitiver Beitritt von Köniz als «Pfortengemeinde» zum Naturpark Gantrisch ist frühestens 2032 möglich und erfordert vorab eine Abstimmung in allen Parkgemeinden. Den Anstoss für diese Partnerschaft gab das Könizer Parlament mit einer parteiübergreifenden Motion im Jahr 2023.

Fokus auf Landschaft und Biodiversität

Während den nächsten drei Jahren wollen sich die beiden Parteien kennenlernen und prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Beitritt von Köniz als Pfortengemeinde gegeben sind. So soll 2026 der Perimeter auf dem Könizer Gemeindegebiet festgelegt werden, der dem Naturpark angeschlossen werden könnte. Als Agglomerationsgemeinde kann Köniz gemäss den Bestimmungen der eidgenössischen Pärkeverordnung nicht mit dem ganzen Gemeindegebiet angeschlossen werden. Die inhaltliche Zusammenarbeit fokussiert in dieser ersten Phase auf wichtige gemeinsame Themen wie die Neophytenbekämpfung in den gemeinsamen Grenzgewässern Scherlibach, Schwarzwasser und Sense.

Der Planungshorizont

2028 soll ein beidseitiger Entscheid über die Fortführung der Partnerschaft gefällt werden. Anschliessend kann ein Plan für die Mitgliedschaft als Pfortengemeinde ab 2032 ausgearbeitet werden. Die aktuelle Mitgliedschaft im Förderverein Region Gantrisch kostet die Gemeinde 5000 CHF im Jahr. Dafür erhält sie Zugang zum Netzwerk des Naturparks und zu den Mitgliederleistungen. Wie hoch der Beitrag bei einem Beitritt als Pfortengemeinde sein würde, ist abhängig vom festgelegten Perimeter für den Naturpark und damit noch offen.

Foto: Symbolische Besiegelung der Partnerschaft auf der alten Schwarzwasserbrücke, 24.10.2025. Von der Gemeinde Köniz: Tanja Bauer, Gemeindepräsidentin (2.v.r.); Hansueli Pestalozzi, Gemeinderat (r. aussen); Daniel Gilgen, Abteilungsleiter Umwelt und Landschaft (l.). Vom Naturpark Gantrisch: Franziska Stucki-Oswald, Präsidentin (2.v.l.); Lydia Plüss, Geschäftsführerin (3.v.l.). [jpg, 3.7 MB]

Auskunftspersonen

Hansueli Pestalozzi, Vorsteher Direktion Umwelt und Betriebe, 079 744 02 71
Daniel Gilgen, Leiter Abteilung Umwelt und Landschaft, 031 970 94 43