Invasive Neozoen
Die Gemeinde Köniz engagiert sich für die Bekämpfung von invasiven Neozoen. Neozoen sind Tiere, die in ein Gebiet einwandern, in dem sie zuvor nicht heimisch waren. Invasiv nennt man diejenigen Arten, die ökologische oder ökonomische Schäden verursachen oder Krankheiten verbreiten. Die Gemeinde bekämpft diese Tiere insbesondere in sensiblen Lebensräumen wie Uferzonen, Naturschutzgebieten und, wo möglich, auf gemeindeeigenen Flächen. Es ist entscheidend, diese Arten frühzeitig zu erkennen und den zuständigen Stellen zu melden.
Schutz unserer Artenvielfalt: Asiatische Hornissen rechtzeitig erkennen
Die invasive Asiatische Hornisse gefährdet unsere Ökosysteme, da sie für ihre Brut intensiv Jagd auf Honigbienen und andere nützliche Insekten macht. Eine wirksame Eindämmung ist nur möglich, wenn wir ihre Nester frühzeitig aufspüren und neutralisieren. Der invasive Schädling jagt heimische Insekten, um seine Brut zu ernähren. Helfen Sie mit, die Ausbreitung zu stoppen: Entdeckte Nester müssen schnellstmöglich gemeldet und beseitigt werden.
Was tun, wenn man einer Asiatischen Hornisse begegnet oder ein Nest findet?
Für Privatpersonen gilt: Nicht selbst eingreifen. Nester können mehrere Tausend Tiere enthalten und liegen oft in grosser Höhe – das Entfernen ist gefährlich. Wer eine Asiatische Hornisse sieht oder ein verdächtiges Nest entdeckt, sollte:
- Beobachten und dokumentieren – aus sicherer Entfernung ein Foto machen.
- Melden – auf der Plattform www.asiatischehornisse.ch. Dies löst eine Meldung an die zuständige Person in der betroffenen Region aus.
- Distanz wahren – mindestens fünf bis zehn Meter Abstand halten, nicht an Nestern rütteln oder versuchen Tiere zu vertreiben.
Jede Meldung hilft Fachleuten, Nester schneller aufzuspüren und zu beseitigen. Diese Arbeiten werden in vielen Fällen von Freiwilligen in ehrenamtlichem Engagement erbracht. Menschen, die sich oft auf eigene Kosten für die Bekämpfung einsetzen.
Weitere Informationen
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Artikel «Die Asiatische Hornisse – ein ungebetener Gast » des Bundesamts für Umwelt BAFU
Schutz unserer Pflanzenwelt: Japankäfer rechtzeitig erkennen
Der invasive Japankäfer stellt eine grosse Bedrohung für unsere Landwirtschaft, Gärten und die Umwelt dar. Er frisst die Blätter von über 300 Pflanzenarten – darunter Rosen, Obstbäume, Beeren und Weinreben – oft bis auf die Skelettadern kahl. Damit sich der Schädling in unserer Region nicht weiter ausbreitet, ist es wichtig, ihn frühzeitig zu entdecken. Helfen Sie aktiv mit und halten Sie in Ihrem Garten oder beim Spaziergang Ausschau nach dem Käfer.
Was tun bei einem verdächtigen Fund?
Der Japankäfer ist etwa 1 Zentimeter gross, hat einen metallisch grün schimmernden Kopf und kupferbraune Flügel. Das sicherste Merkmal sind fünf kleine, weisse Haarbüschel an jeder Seite des Hinterleibs und zwei grössere am Hinterteil.
Wenn Sie einen vermuteten Japankäfer entdecken, gehen Sie am besten wie folgt vor:
Einfangen – Sofern keine Verwechslung vorliegt: Setzen Sie den Käfer vorsichtig in ein dicht verschliessbares Gefäss (z. B. Konfiglas). Bitte lassen Sie ihn nicht wieder frei.
Einfrieren – Stellen Sie das Gefäss über Nacht ins Gefrierfach. So wird der Käfer schmerzfrei unschädlich gemacht und kann am nächsten Tag gut fotografiert werden.
Fotografieren & Melden – Machen Sie ein scharfes Foto des Käfers, idealerweise so, dass man die weissen Haarbüschel gut erkennt. Melden Sie den Fund anschliessend mit Angabe des Fundorts direkt an den kantonalen Pflanzenschutzdienst über das offizielle Online-Meldeformular.
Jede aufmerksam gemeldete Sichtung hilft den Fachstellen, eine Ausbreitung frühzeitig zu verhindern und unsere heimische Pflanzenwelt zu schützen.