Direkt zum Inhalt springen

Kauf Liegenschaft Gartenstadtstrasse 1–5

17.02.2026 – Die Gemeinde Köniz plant den Kauf einer Liegenschaft an der Gartenstadtstrasse in Köniz. Das Areal ist eine Schlüsselparzelle für die Entwicklung des Industriegebiets direkt beim Bahnhof. Es bietet der Gemeinde zudem die Möglichkeit, einen neuen Verwaltungsstandort zu realisieren. Der Kaufpreis für das Areal beträgt 9.9 Mio. CHF. Das Geschäft ist für die März-Sitzung des Parlaments traktandiert.  

Die Verwaltung der Gemeinde ist aktuell auf verschiedene Standorte verteilt. Da das Baurecht an der Sägestrasse 65 im Jahr 2033 abläuft, muss für die rund 100 Mitarbeitenden der Abteilung Soziales ein neuer Standort gefunden werden. Ursprünglich war geplant, die Liegenschaft an der Sägestrasse zu erwerben und den Standort zu erhalten. Der Kauf kam jedoch trotz intensiven Bemühungen nicht zustande. Mit der Liegenschaft an der Gartenstadt 1–5 konnte ein Ersatz gefunden werden, der verschiedene Optionen bietet und ideal ist für die Realisierung eines neuen Verwaltungsstandorts.

Neuer Standort für die Verwaltung und Potenzial für gewerbliche Entwicklung

Die Parzelle an der Gartenstadtstrasse ist mit einer Fläche von 5500 m2 wesentlich grösser als die Liegenschaft an der Sägestrasse. Mit dem Kauf bekäme die Gemeinde die Möglichkeit, die Anzahl ihrer Standorte zu reduzieren. Die Abteilung Bildung, Soziale Einrichtungen und Sport, die aktuell an der Stapfenstrasse untergebracht ist, und das Informatikzentrum im Steinhölzli könnten im neuen Gebäude integriert werden. Diejenigen Flächen, die sie nicht selber benötigt, würde die Gemeinde vermieten oder im Baurecht abgeben.

Neubau mit Fernwärmezentrale

Die Gemeinde hat verschiedene Orte bezüglich der Machbarkeit eines neuen Verwaltungsstandorts geprüft. Der Standort Gartenstadtstrasse hat sich aus Sicht des Gemeinderats als beste Option erwiesen, insbesondere was das Potenzial der Liegenschaft sowie die Wirtschaftlichkeit und Kosten angeht. Da sich an diesem Standort keine denkmalgeschützten oder erhaltenswerten Bauten befinden, können die bestehenden Gebäude abgebrochen und durch energieeffiziente Neubauten ersetzt werden. Im Untergeschoss könnte eine Fernwärmezentrale erstellt werden, die Teile von Köniz und Liebefeld mit erneuerbarer Energie versorgt.

Finanzen

Der Kaufpreis für das Areal beträgt 9.9 Mio. CHF. Damit liegt der Entscheid über den Kredit in der Kompetenz der Stimmberechtigten. Es ergeben sich jährliche Finanzierungskosten von ca. 200 000 CHF. Teile des Areals würde die Gemeinde im Baurecht abgeben. Daraus entstünden jährliche Einnahmen in der Grössenordnung von 200 000 bis 400 000 CHF.

Das Parlament wird das Geschäft an seiner Sitzung vom 16. März 2026 beraten. Die Abstimmung ist für Juni 2026 geplant. Stimmen Parlament und Stimmbevölkerung zu, ist die Gemeinde ab Mitte 2026 Eigentümerin der Liegenschaft. Die bestehenden Mietverträge werden für zwei bis drei Jahre weitergeführt. In dieser Zeit nimmt die Gemeinde die Planungsarbeiten für den neuen Verwaltungsstandort in Angriff. Über den Ausführungskredit für das neue Verwaltungsgebäude entscheiden wiederum die Stimmberechtigten. Sollten sie dem Kredit nicht zustimmen, würde die gesamte Fläche einer gewerblichen Nutzung zugeführt.