Spiegel- und obere Bellevuestrasse: Betriebs- und Gestaltungskonzept
Die Spiegelstrasse und die obere Bellvuestrasse im Spiegel-Quartier sind in schlechtem Zustand. Vor einer Sanierung will die Gemeinde jedoch festlegen, wie die Strassen in Zukunft aussehen und funktionieren sollen. Dazu wird ein übergeordnetes Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) erstellt. Anschliessend erfolgen die einzelnen Sanierungsprojekte. Die Haltungen und Interessen der Quartierbevölkerung sollen in die Erarbeitung des BGK einfliessen.
Vor mehr als 10 Jahren wurde für die Spiegel- und der oberen Bellevuestrasse bereits ein Konzept erarbeitet. Aus verschiedenen Gründen wurde das Projekt in den finanzknappen Jahren zurückgestellt. Der Handlungsbedarf nimmt jedoch stetig zu. Die Ansprüche an den Strassenraum haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt: Aufenthaltsqualität und Begrünung haben an Bedeutung gewonnen. Die früher erarbeiteten Konzepte und das Vorprojekt sind veraltet und nicht umsetzbar. Die Abteilung Verkehr und Unterhalt startet deshalb das Projekt neu.
Mitwirkung
Einbezogen werden die Menschen, die regelmässig auf diesen Strassen unterwegs sind. Mit einer Online-Umfrage wurde im Sommer 2025 zusammengetragen, was den Anwohnerinnen und Anwohnern bei der Planung wichtig ist.
Der Input der Umfrage fliesst zusammen mit vertieften Abklärungen von Fachleuten und Interessierten in das BGK ein. Dazu finden Workshops statt. Das aktuelle Betriebs- und Gestaltungskonzept wird unter professioneller Prozessbegleitung gemeinsam in einem qualitätssichernden Verfahren erarbeitet. Voraussichtlich im Jahr 2026 findet eine öffentliche Mitwirkung statt. Auf der Grundlage des Konzepts kann anschliessend die Gesamtsanierung der Hauptverkehrsachsen im Spiegel weiter geplant und realisiert werden.
Perimeter und Ziel
Die Hauptverkehrsachsen, die Spiegel- und die obere Bellevuestrasse, stellen das Rückgrat der Quartiererschliessung Spiegel dar. Der zu betrachtende Perimeter erstreckt sich von der Buswendeschlaufe Blinzern bis zur Buswendeschlaufe Gurten-Gartenstadt.
Die Aufenthaltsqualität kann in diesem Bereich verbessert werden. Die Strassen und das Umfeld sollen neben der verkehrlichen Funktion auch die Funktion eines sicheren und attraktiven öffentlichen Raums erfüllen. Das Ziel des BGK ist ein Projekt, das einen Mehrwert für das Quartier schafft, die Verkehrssicherheit erhöht, die vorhandenen Qualitäten wertschätzt und Klimamassnahmen umsetzt.
Terminplan und weiteres Vorgehen
Die partizipative Erarbeitung des BGK dauert bis im ersten Halbjahr 2026. Das finalisierte BGK wird voraussichtlich bis Ende 2026 vorliegen. Damit besteht eine Basis als Dach für die Gestaltung des Perimeters. Für die Sanierung und bedarfsweise Umgestaltung dieses Strassenraums werden anschliessend einzelne, voneinander unabhängige Projekte erarbeitet und umgesetzt. Dafür sind jeweils konkrete Projektierungen und Kreditbeschlüsse nötig, bevor die Umsetzung starten kann.